Schicksalhafte Verwandlungen als Puppentheater

Schicksalhafte Verwandlungen als Puppentheater

Das Junge Theater präsentiert ein renommiert besetztes Mini-Theaterfestival

Aus Kiel und Berlin kommen in diesem Jahr die gastierenden Kompagnien der Forchheimer Puppentheatertage, ihr Leiter, Patrik Lumma, sorgt mit einem Workshop seines „Theater des Staunens“ für die regionale Komponente.

Vom 17. Bis 21. Oktober widmet sich das Junge Theater Forchheim (jtf) ganz der Puppenspielkunst. Lorenz Deutsch, künstlerischer Leiter des jtf freut sich auf eine weitere Auflage der Traditionsveranstaltung mit insgesamt vier Produktionen und einem Workshop, die alle öffentlich zu erleben sind. „Uns war es wichtig, Sondervorstellungen für Kindergärten und Grundschulen anzubieten, gleichzeitig ist es aber unser Anspruch alle Programmpunkte auch öffentlich anzubieten“, so Deutsch. Die öffentlichen Vorstellungen finden am Wochenende statt, die Sondervorstellungen, die sich großer Beliebtheit erfreuen, an den angrenzenden Tagen.

„die exen“ gastieren am Freitag, 18.10. um 20 Uhr mit einer Interpretation von Ovids Metamorphosen und kreieren ein bildgewaltiges Theaterstück mit einfachen Objekten – mittels Schatten, Licht und Ton erschaffen die Figurenspielerin Karin Schmitt und die Schauspielerin und Sängerin Elena Schmidt-Arras die unterschiedlichsten Stimmungen, in denen die Verwandlungen vonstatten gehen.

„Das Theater Handgemenge ist mit ein Grund dafür, dass ich Puppenspieler geworden bin“ freut sich Patrik Lumma. Als er die Gruppe 1988 das erste Mal sah war er völlig begeistert davon, wozu Puppenspiel in der Lage ist. Jetzt freut er sich, sie in Forchheim begrüßen zu dürfen. In der „Macht des Schicksals“ wagen sich Pierre Schäfer und Hans-Jochen Menzel, Professor für Puppenspielkunst an Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin“, daran „Hans im Glück“ völlig neu zu interpretieren – als Schauspeil mit Figuren und Objekten für Erwachsene.

Hinter dem Namen „die exen“ stehen 6 freiberufliche Puppenspielerinnen, die gemeinsam produzieren und schon vor Jahren bei den Puppentheatertagen zu Gast waren. In „Gute Nacht Rosalie“ spielt und erzählt Karin Schmitt jedoch alleine die Geschichte von Dornröschen im Kletterwald – natürlich mit Hilfe ihrer Puppen.

Familiensonntag ist Programm

Nicht nur Theater gucken kann man im jtf, auch selbst Hand anzulegen ist möglich: Praktisch aus dem Nichts entsteht binnen drei Stunden im Workshop mit Patrik Lumma ein komplettes Stück. Mitmachen darf jeder, gerne auch ganze Familien. Noch sind Plätze frei.

Direkt im Anschluss an den Workshop zeigt Pierre Schäfer seine neueste Produktion „Herr Wolf und die sieben Geißlein“, die er mit den „derzeit angesagtesten Puppen in der Szene“ spielt, „wahnsinnig ausdrucksstarke Stoffpuppen aus der Fertigung von Mechtild Nienaber“ so Lumma. Die Organisatoren zeigen sich sehr gespannt auf dieses Stück, besonders weil bei dieser Produktion Daniel Wagner vom Theater auf der Zitadelle Berlin Regie geführt hat. Wagner sei dem Forchheimer Publikum noch von seinem Gastspiel bei den Puppentheatertagen oder aus dem Fernsehen bekannt.

Karten für alle Veranstaltungen gibt es in der Buchhandlung „‘S blaue Stäffala“ (Wiesentstraße 1), außerdem an allen an das reservix-Ticketingsystem angeschlossenen Vorverkaufsstellen, in Forchheim sind das: Tickets+Lotto Kefferstein (Hornschuchallee 21), Der Tabakladen Hocke (Hauptstraße 30), NN-Ticket-Point (Hornschuchallee 7) und online unter www.jtf.de

Ausführliche Programminformationen unter puppentheater.jtf.de